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 - Bei Katharina
Das nicht all zu weit von Heraklion liegende Zaros ist eine charmante Station, die sich eher zum Ausschlafen eignet, als die turbulente Hauptstadt Kretas. Falls Sie einen Tag früher ankommen und wegen der Besichtigung von Knossos oder des archäologischen Museums in Heraklion übernachten möchten, reservieren wir ein Zimmer in Heraklion. (Natürlich können Sie auch sofort in Zaros übernachten). Die Gastfreundschaft von Katharina und ihrer Familie ist wunderbar, das kretische Festtagsfrühstück nicht zu bewältigen. Das alles findet in einem Ambiente kretischer Antiquitäten wie geschmiedete Zimmerschlösser mit mächtigen Schlüsseln, handgewebten Vorhängen, Bettdecken usw. statt. Geniessen Sie das hervorragende Wasser von Zaros, ausserhalb des Ortes wird es als Mineralwasser abgefüllt.
 - Das Idagebirge leuchtet über der Messara
Nach dem alten Fahrweg gelangen wir über einen Ziegenpfad, auf dem es im Frühjahr mächtig blüht, zum verlassenen Kloster Valsamonero (Balsamwässerchen). Seine Quelle haben schon die alten Minoer gekannt und haben sich wohl von dem noch heute als wundertätig bekannten Wasser nach Hause mitgenommen. Die Klosterkirche versammelt zu ihrem Patronizium Gläubige von nah und fern. Drinnen ist sie vollständig ausgemalt. Die wertvollen Ikonen befinden sich im heute noch bewohnten Kloster Vrondisi, das ebenfalls eine sehenswerte Kirche besitzt. Das dritte Kloster, Ag. Nikolaos steht am Eingang der Ruwasschlucht. Die Besucher werden hier noch nach alter Tradition mit einem Schnaps empfangen. Reine Wanderzeit 4 Std /250m Auf- und Abstieg/Teilstrecken möglich
 - Bachüberquerung in der Ruwasschlucht
und ihr munteres Bächlein bilden den Kontrast zu den vorrausgegangenen Tagen. Wasser plätschert, überall grünt es. Nach ca 2,5 Std erreicht man einen Wald und eine Alm. Im Frühjahr wachsen in Zaros und Umgebung prächtige Blumenwiesen. Die Kronenwucherblumen (ich nenne sie auch Margariten) in weiss und gelb, Affodil in weiss und gelb, Anemonen, wilde Gladiolen, Iris, Orchideen, Weinberghyazinthen (Hyakinthos). Der Name erinnert an eine ursprünglich minoische oder altorientalische Gottheit, die mit den religiösen Änderungen der eingewanderten Griechen in den Hintergrund verdrängt wurde. Der Sage nach waren Apoll und Hyakinthos Spielkameraden. Apoll erschoss seinen Freund irrtümlich mit seinem Bogen. Deshalb sollte in jedem Apollotempel ein kleines Eck für Hyakinthos reserviert sein.
 - Wanderweg und seine Blumen
Von Zaros aus wandern wir durch eine hügelige Landschaft aus Blumenwiesen und weitgehend verlassenen Ortschaften. Durch eine Schlucht erreichen wir Gortis. Seine Ausgrabungen liegen im Schatten von ausgedehnten Olivenhainen. Im Mittelpunkt steht das berühmte Odeon mit den Gesetzestafeln dem 5.Jhdt. und die Titusbasilika. Die immergrüne Zeusplatane gibt es wirklich (eine botanische Besonderheit von ca 30 Exemplaren). Von da aus gelangen wir nach Siwa, einem hübschen Dorf nicht weit der bereits minoischen Häfen von Como und Matala. Reine Wanderzeit ca 4Std / 300m Auf- 300m Abstieg
 - Das "Theater" von Festos und seine Naturkulisse
Phaistos (Festos), der älteste der „minoischen Paläste“ steht über den Orangen- und Olivenhainen der Messaraebene. Als Kulisse über der Zuschauertreppe erhebt sich das 2456 m hohe Idagebirge. In den Ausläufern unterhalb des als Mondsichel oder Stierhorn erkennbaren Mavri liegt auf 1500m Höhe die Kamareshöhle. Sie ist an klaren Tagen mit blossem Auge zu erkennen. Von da aus gelangen wir nach Vori. Dort erwartet uns das ausgezeichnete Volkskundemuseum mit Werkzeugen und Alltagsgegenständen, welche die kretische Bevölkerung bis in die 80er Jahre im Gebrauch hatte. Letztlich war die sagenhafte minoische Lebensweise von ihrer praktischen Seite noch sehr lange lebendig, was der Forscher Paul Faure erkannte. Den Nachmittag verbringen wir am Meer, nicht weit des minoischen Hafens Como. Reine Wanderzeit ca 4Std / 150m Auf- 150m Abstieg
 - Höhlenkirche und Palmenschlucht von Martsalo
Zwischen die fruchtbare Messaraebene und die lybische See stellt sich der Riegel des langgestreckten Asteroussiagebirges, das von vielen Schluchten zerfurcht ist. Die Vegetation wird schlagartig karger .Nicht mehr weit vom Wehrkloster Moni Odigitria gedeiht ein kleiner Hain der einzigen europäischen Palmenart (Phoenix Theophrastus). In der versteckten Schlucht, befindet sich auch eine schöne Höhlenkirche. Von da aus wandern wir auf einem Grat Richtung Meer. In der Schlucht der Heiligen („Agiofarango“) steigen wir ab und geniessen den schönen Kieselstrand. In 2006 sass am anderen Ende ein Mann, der scheinbar ein Gelübdeablegen wollte, indem er alle halbe Stunde sich auf die Knie warf. Ausser ihm hatten wir unterwegs nur Ziegen getroffen. Auf ein Taxi warten lässt es sich gut in einer der Fischerkneipen von Kali Limenes. Auch hier soll der Apostel Paulus an Land gegangen sein.
Die feuerrote Steilküste von Kokkinos Pirgos ist bereits von Kalamaki aus zu sehen. Obwohl man es für unwahrscheinlich hält, führt ein kleiner Pfad der Küste entlang bis nach Agia Galini, das auf einen Felsen über dem Meer gebaut ist.
Zeit um Ihr Pflanzenbuch mit den bereits gemachten Fotos zu vergleichen oder in den Hügeln um Agia Galini nach weiteren Blumen und Pflanzen zu suchen.
Eine Rundwanderung führt uns von Agia Galini nach Agios Georgios und zurück.
Nach dem wilden Kap hinter Agios Georgios erschliesst sich ein gut begehbarer Wanderweg nach Agios Pavlos. Dort haben sich die Felsen am Eingang der Bucht farbig gefaltet.
Über eindrucksvolle Sandhänge gehen wir die Küste nach Westen und geniessen die kilometerlangen Sandstrände. In Agios Pavlos haben Sie noch einmal Zeit die Gesteinsverwerfungen in den Felsen über der Bucht zu betrachten, die sich im Abendlicht besonders intensiv färben.
Unser Ziel ist die Palmenbucht von Moni Preveli. Die teilweise sehr stattlichen Pflanzen (strenggesehen sind es keine Bäume) gehören der Art Phönix Theophrastus an, eine europäische Palme, die an der geschützten Südküste die letzte Eiszeit überlebt hat.
Gelegenheit die Klöster von Moni Preveli zu besuchen. Das Neue, hoch über dem Meer oder das Alte am Anfang des Palmentals. Von dort führt der Weg nach Plakias.
Tag zur freien Verfügung um durch die Gassen von Kerames zu schlendern, die schöne Umgebung des Dorfes zu geniessen oder den Strand zu besuchen. Im Gegensatz zur archaischen Landschaft von Chora Sfakion, ist dieses Küstengebiet mit einer üppigen Vegetation gesegnet. Dabei liegen diese beiden so unterschiedlichen Landschaften nur eine Autostunde auseinander.
Fahrt nach Heraklion, Gelegenheit das archäologische Museum und die Ausgrabungen von Knossos zu besuchen.
Heimfahrt, letzte Möglichkeit einen Wiedersehensabend zu organisieren.
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